Filmvorführung von Edith Freidig „drum het äs gfiumt“

29. September 2017

1959 kauft sich Edith Freidig eine Schmalfilmkamera und hält damit ihren Alltag, die Simmentaler Natur und ihre vielen Reisen fest.
Vor allem filmt sie aber ihr Lieblingsmotiv: ihren Mann, Werner Freidig, beim Bauern. Zusammen haben sie entschieden, ihr Land ohne Maschinen und mit altem Handwerk zu bewirtschaften. Während sich die schweizerische Landwirtschaft zunehmend motorisiert, bleiben Sense, Rechen und Hornschlitten Freidigs' tägliches Werkzeug: zum einen aus Angst vor Schulden durch den Kauf einer Maschine, zum anderen aus Idealismus und letztlich auch, weil Werner Freidig „an dem alten Zeug" gehangen ist.

Überzeugt, dass das maschinenlose Bauern eines Tages unter dem Druck einer „Leistungsfähigen Landwirtschaft" verschwinden würde, hat Edith Freidig mit ihrer Super 8-Kamera während 25 Jahren das Tängelen, Ärfelen, Wetzen, Holzen und Hornschlitten-fahren ihres Mannes auf den atemberaubenden Weiden von Lenk im Simmental dokumentiert.
Daraus und aus aktuellen Aufnahmen haben die jungen Filmschaffenden Lidija Burcak und Nicholas Stücklin den berührenden Dokumentarfilm «Drum het äs es gfiumt – Dengeln, Super 8 und anderes, altes Zeug» gemacht.

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