Vorsorgen mit Sturzprävention

Sturzprävention
Sturzprävention

Klären, vorbeugen, begleiten
Für uns ist Sturzprävention zugunsten unserer Kundinnen und Kunden ein zentrales Thema. So kann Ihnen z. B. ein wöchentlich begleiteter Spaziergang Sicherheit vermitteln und ist zugleich ein gutes Training für Ihr physisches Gleichgewicht: eine gute und einfache Massnahme zur Prävention von Stürzen. 

Klären
Anhand der Bedarfsabklärung durch unsere dipl. Pflegefachpersonen wird:

  • Ihr individuelles Sturzrisiko ermittelt (Erfassen von körperlichen Erkrankungen, Einflussfaktoren Medikamente etc.);
  • Ihre Mobilität und Instabilität abgeklärt;
  • Ihr Sturz-Ereignis erfasst und analysiert;
  • ein mögliches Sturzrisiko in Ihrer häuslichen Umgebung eingeschätzt;
  • Ihre Gewohnheiten hinsichtlich Sturzrisiken analysiert.

Vorbeugen
Die Abklärung ermöglicht uns, Sie im Hinblick auf Verhalten, Ernährung, Medikamente, Schmerzen, Einrichtung, Hilfsmittel und deren richtigen Gebrauch individuell zu beraten. Gemeinsam mit Ihnen werden geeignete Massnahmen besprochen und festgelegt.

Begleiten
Diese Massnahmen werden durch uns regelmässig überprüft und mit Ihnen besprochen. So können gegebenenfalls zusätzliche Aktivitäten geplant oder Vorkehrungen getroffen werden, damit Sie Ihre gewohnte Lebensweise weiterführen können.

Unsere Mitarbeitenden werden regelmässig zum Thema "Sturz" sensibilisiert und im Speziellen hinsichtlich Sturzprävention weitergebildet.

13 Tipps - so senken Sie Ihr Sturzrisiko


  1. Bewegen Sie sich täglich und trainieren Sie Ihr Gleichgewicht, Ihre Koordination und Ihre Kraft. Dazu können Sie z. B. den Kurs "Osteogym" der Rheumaliga in Ihrer Region besuchen. Oder machen Sie nach Anweisungen einer Fachperson Bewegungsübungen und Gymnastik zu Hause.

  2. Entfernen Sie Stolperfallen in Ihrem Wohnbereich und bringen Sie, wo sinnvoll, Haltegriffe an. Handläufe an Treppen sind ein Muss.

  3. Tragen Sie geeignete Schuhe (niedriger Absatz, rutschfeste Sohle, gute Fixierung) sowohl draussen wie drinnen.

  4. Beseitigen Sie sofort Feuchtigkeit auf dem Fussboden sowie Abfälle wie Kartoffel- oder Apfelschalen.

  5. Schalten Sie ausreichend Licht an, auch wenn Sie nachts nur kurz zur Toilette müssen. Lassen Sie sich zu Lösungen und Hilfe bei Blasenschwäche beraten.

  6. Lassen Sie regelmässig Ihr Seh- und Hörvermögen testen. Tragen Sie die Brille und gegebenenfalls das Hörgerät, auch wenn Sie nachts nur kurz zur Toilette müssen.

  7. Nutzen Sie bei Schnee und Eis gut sitzende Antirutschvorrichtungen an Ihren Schuhen.

  8. Achten Sie auf gesunde, eiweiss- und calziumreiche Ernährung und beugen Sie durch regelmässige Aufenthalte an der Sonne oder mit einem geeigneten Präparat einem Vitamin-D-Mangel vor (Arzt, Pflegefachperson, Apotheke).

  9. Die Nutzung einer Geh-Hilfe (Handstock, Rollator etc.) sollte nur auf Empfehlung eines Spezialisten erfolgen. Üben Sie den Umgang mit einer Geh-Hilfe, damit sie nicht zur Sturzursache wird.

  10. Nehmen Sie sich Zeit beim Aufstehen vom Bett oder Stuhl (Schwindel) und üben Sie das Aufstehen, sollten Sie eine Aufstehhilfe benutzen. Bewegen Sie sich grundsätzlich in dem Tempo, in dem Ihnen wohl ist und Sie die Umgebung (Bodenabsätze, Trottoir etc.) gut wahrnehmen können.

  11. Nehmen Sie jeden Sturz ernst und teilen Sie es Ihrer Pflegefachperson oder Ihrem Hausarzt mit. Sie können die Ursachen ermitteln (z. B. Schwindel aufgrund von Medikamenten, Blutzuckerschwankungen etc.) und geeignete Massnahmen mit Ihnen besprechen.

  12. Lassen Sie sich, wenn nötig, ein Notrufsystem einrichten, mit dem Hilfskräfte alarmiert werden können.

  13. Trinken Sie ausreichend, um Symptome mit Sturzpotential wie Schwindel, plötzlicher Blutdruckabfall oder Sehstörungen zu vermeiden.
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